Dua Lipa: Durchgestartet

Sie ist eine der angesagtesten Sängerinnen des Jahres: Dua Lipa, die britisch-kosovarische Musikerin hat mit ihren 23 Jahren eine beeindruckende Karriere hingelegt, die sie nicht zuletzt ihren Social Media-Fans zu verdanken hat.

Für den Song „Want To“ ihres neues Albums „Dua Lipa – The Complete Collection“ hat sie sich gemeinsam mit Jaguar ein besonders interaktives Element überlegt: Ihre Fans können sich mit einer App individuelle Remixes erstellen. Grundlage ist die Spotify-Playlist, rhythmisches Klopfen auf das Smartphone, oder über im Jaguar I-PACE aufgezeichnete Fahrdaten. Die Möglichkeiten sind praktisch unbegrenzt. Schon heute ist der Song damit der am häufigsten neu abgemischte Track der Musikgeschichte. Wir haben die Sängerin in Amsterdam getroffen.

 

Wusstest du eigentlich von Anfang an, dass Musik deine Bestimmung ist oder hattest du einen Plan B?

Ich hatte nie einen Alternativplan, weil ich wusste, dass ich mich nicht zu 100% auf die Musik fokussieren würde, wenn ich etwas hätte, auf das ich zurückgreifen könnte. Also ging ich aufs Ganze, traf verschiedene Produzenten, schrieb Songs und fand einen Manager und konzentrierte mich darauf, herauszufinden, was mein Sound war, indem ich viel ins Studio ging und viel schrieb. Es gibt so viele Aspekte dieses Jobs, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren. Ich dachte, ich schreibe das Lied, singe das Lied und bin fertig mit dem Lied, aber es gibt so viele verschiedene Zwischenschritte … Als ich mich entschloss, nicht zu studieren und mich nur auf Musik zu konzentrieren, fragten mich meine Eltern mehrmals, ob ich sicher bin, dass ich das will. Sie fragten mich, ob ich nicht beides machen könnte. Aber erstens wusste ich nie, was ich studieren wollte, und zweitens wusste ich, dass ich nicht die Zeit hätte, beides voll und ganz zu tun.

 

Soziale Medien, YouTube – Niemand benutzt diese Plattformen so wie du. Was würdest Du denen empfehlen, die diese Karriere einschlagen wollen?

Keinen Plan B zu haben ist ein guter Ausgangspunkt, aber man muss auch an sich selbst glauben, bevor irgendjemand anderes es tut. Es gibt so viele Zeiten, in denen man versucht ist, seine Richtung zu ändern, weil man glaubt, dass der Erfolg gerade in einer anderen Sparte liegt. Aber ich finde es sehr wichtig, sich zu behaupten und an seine Kunst zu glauben, denn am Ende des Tages steht dein Name drauf und du musst stolz darauf sein.

Denkst du, dass es heutzutage möglich ist, in der Musik erfolgreich zu sein, ohne Instagram und soziale Medien?

Ich weiß nicht .. Für mich persönlich waren die soziale Medien ein tolles Werkzeug, um mich sehr früh mit meinen Fans auszutauschen. Aufgrund meines Alters bin ich mit sozialen Medien aufgewachsen und es macht mir Spaß, zu posten und Content hochzuladen. Es war für mich also ganz natürlich, das weiter zu machen. Ich denke, es ist wichtig, dass Fans wissen, wer du bist und nicht nur die Musik kennen, die du veröffentlichst. Deine Persönlichkeit und was du in deiner Freizeit machst, was auch immer es ist, bringt dich deinen Zuhörern näher.

 

Wie hat dieses spezielle Projekt mit Jaguar ursprünglich begonnen? Was hat dich inspiriert, als du das Lied dafür geschrieben hast? Man arbeitet schließlich nicht jeden Tag mit einer Luxusautomarke zusammen.

Glücklicherweise ist Jaguar eine Automarke, bei der echte Menschen arbeiten. Das Jaguar-Team kam auf mich zu und fragte, ob ich an einer Zusammenarbeit bei einem neuen Musiktechnologieprojekt interessiert wäre. Ich war fasziniert und wollte etwas mehr darüber erfahren und sehen, wie ich einen meiner Songs nehmen und ihn auf unterschiedliche Weise remixen kann, indem ich diese Autotechnologie einsetze. Du steigst ins Auto, du fährst: egal,  ob du ein guter oder ein schlechter Fahrer bist und hoffentlich kommt ein guter Song dabei heraus, der auf unterschiedliche Art und Weise remixed wird. Ich wollte mehr über das Projekt wissen und so fing alles an …

 

Wo würdest du gerne mal mit einem Elektroauto hinfahren und welche Musik würdest du dabei hören?

Stellt euch einen Jaguar vor, einen elektrischen. Man kann den Motor nicht hören – er fährt sehr angenehm, reibungslos. Ich würde damit in die Cotswolds in England fahren. Zur Musik – ich würde von J Cole das Album Forest Hill Drive hören, oder vielleicht A Tale Of Two Cities.

 

Bist Du als Kind auch gerne Auto gefahren? Woran erinnerst Du dich?

Das ist schrecklich, weil mein erstes Auto ein Jaguar war – das lässt mich wie ein echter Idiot klingen. Ich erinnere mich, dass ich, als ich jünger war Stereophonics, Sting und The Police hörte wenn mich mein Vater von der Schule abgeholte. Ich glaube, dass meine wichtigsten Erinnerungen an Autos unmittelbar mit Musik zu tun haben. Meine Eltern hörten viel britischer Rock und das beschäftigte mich immer auf dem Weg zur Schule. Vor kurzem traf ich Kelly von der Stereophonics und es war das erste Mal, dass ich wirklich starstruck war – ich wusste nicht einmal, was ich sagen sollte; Ich dachte nur „Oh mein Gott, das ist so cool!“

 

Warum ist Musik bei Autofahren so wichtig?

Sie macht die Fahrt viel lustiger!

 

Fotos PR

Erschienen in der INTERSECTION Nr. 35

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