Shark Orange: BMW Turbo X1

Haifischschnauze: Der BMW Turbo X1 war nicht nur das erste Concept Car von BMW, sondern auch ein Ausblick auf den legendären M1 Sportwagen.

 

Nach schwierigen Zeiten in den 60er Jahren meldete sich BMW pünktlich zu den Olympischen Spielen in München mit einem doppelten Paukenschlag zurück: Am Petuelring wurde mit der neuen Firmenzentrale, dem BMW-Vierzylinder-Hochhaus, ein neues Münchner Wahrzeichen fertiggestellt. Gleichzeitig demonstrierten die Bayern mit dem radikalen Concept Car BMW Turbo X1 – ganz en vogue im keilförmigen Wedge-Design – ihre Zukunftsvision.

 

Der BMW Turbo X1 vor der Firmenzentrale in München

Mit dem Turbo X1 läuten die Bayern 1972 auch das Turbo-Zeitalter ein: Der 280-PS Motor des Concept Cars wurde im Folgejahr unter dem Code BMW E20 auf 170 PS geschrumpft als 2002 turbo das erste in Serie hergestellte deutsche Auto mit Abgasturbolader.

Das keilförmige Design stammt aus der Feder von BMW-Designchef Paul Bracq, der Automobilikonen wie den berühmten Mercedes „Strich-Acht“, die Mercedes Pagode und die ersten 3er und 5er-Generationen schuf. Das Design der letzteren griff auch die spitz zulaufende Nase samt Niere auf.

Der Turbo X1 Prototyp besaß eine Stahl-Karosserie, vorne und hinten die ersten verformbaren Stoßfänger Europas und Flügeltüren. Insgesamt erinnert das Design stark an den legendären, von Herbst 1978 bis Ende 1981 gebauten BMW M1. Details wie die Klappscheinwerfer und die am Heck links und rechts befindlichen BMW-Logos wurden übernommen.

Von den nur zwei gebauten Exemplaren war nur eins fahrbereit. Ein Fahrzeug steht heute im Werksmuseum in München, das andere bei BMW in Spartanburg.

 

 

Bilder: BMW

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